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Thema: Pfingsten

Thema: Pfingsten

NEUES GLAUBENSBEKENNTNIS ZU PFINGSTEN
Ich glaube an den Heiligen Geist.
Ich glaube daran, dass sich das Wunder von Pfingsten nicht nur damals in Jerusalem, sondern allezeit, überall und immer ereignet hat und ereignen kann. Ich glaube es als einer, der erlebt und erfahren hat, dass Gottes guter Geist lebendig und gegenwärtig ist und uns in Bewegung hält.
Ich glaube an die heilige christliche Kirche.
Trotz aller Schuld und Versagen von Beginn der Kirchengeschichte an bis heute, erkenne ich die Verdienste der Kirche an, die sich in Verkündigung und Seelsorge, in Musik und Diakonie, in Kunst und Kultur und in Gebäuden manifestieren. Ich glaube an die Zukunft der christlichen Kirche, weil sie lebendig ist und weil sie der Platz ist, an dem unsere Gottesträume Gestalt annehmen.
Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen.
Trotz aller gegenteiligen Behauptungen und Klagen, glaube ich, dass es sie gibt, die guten, freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die sich für andere einsetzen, ohne zu fragen: Was hab ich davon? Menschen, die Glauben leben, und aus denen Gott zu uns spricht. Ich glaube, dass Konkurrenz und Neid nicht die Oberhand gewinnen werden und dass machtbesessene Egozentriker und skrupellose Eiferer ihre Pläne nicht werden verwirklichen können, sondern in Wirklichkeit die Gefühlvollen, die die sich selbst nicht in den Vordergrund drängen, und die Bescheidenen das Erdreich besitzen.
Ich glaube an die Vergebung der Sünden.
Mir bleibt gar keine andere Wahl, als an die Vergebung zu glauben. Wie können wir sonst überleben angesichts der Gräuel und Gewalttaten, der Verletzungen, die wir unseren Mitmenschen und der Natur zufügen? Ich glaube, dass es möglich ist, neu anzufangen, weil Gottes Güte größer ist als unsere sogenannte Gerechtigkeit.
Ich glaube an die Auferstehung der Toten.
Es gibt Leben inmitten des Todes. Ich glaube, dass der Kreislauf von Saat und Ernte nicht unterbrochen wird, solange es die Erde gibt, denn der Geist, der lebendig macht, ist dem irdischen Gesetz der Vergänglichkeit nicht untertan. Ich glaube, das Wesentliche bleibt über den Tod hinaus ­ und das ist mehr als Erinnerung.
Ich glaube an das ewige Leben.
Wie immer es sein wird, wann immer es beginnt ­ ich glaube, dass das Leben nicht endgültig verloren geht, weil Gottes Geist, von Ewigkeit her lebendig, in seinen Geschöpfen lebendig bleibt. Es gibt eine Form der Existenz, die nicht von der Zeit bestimmt ist, sondern von unendlicher, angenehmer Ruhe, vom Sein in Gottes Nähe. Es gibt eine Form der Existenz, die nicht vom Abschiednehmen bestimmt ist, sondern vom Bleiben.
Das glaube ich. Und das gibt mir Kraft zum Leben. Amen.